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Nach dem Schulmassaker in Florida …

March 24, 2018

Nach dem Schulmassaker im Februar 2018 an der Stoneman Douglas High School in Parkland Florida hat sich bewegungstechnisch einiges getan. Ausgehend von den Schülern der betroffenen Schule hat sich eine Jugendbewegung für einen Wechsel in der US-Waffenpolitik über alle Bundesstaaten ausgebreitete – manchmal mit Billigung der Schulleitungen,manchmal gegen ein Demonstartionsverbot verstossend. Schüler gingen mit ihren Anliegen nach Sicherheit an den Schulen und schützenden Waffengesetzen in vielen Bundesstaaten auf die Strassen. Ein müheseliges Geschäft,bisher haben Waffenlobbyisten jede Änderung der Gesetzgebung zu verhindern gewusst. Heute stehen hunderttausende Jugendliche im Regierungsviertel von Washington – ich habe die Kundgebung via Washington Post Live auf youtube verfolgt. March for Our Lives“, eine von den Überlebenden des Florida-Massakers organisierte Kampagne, hat den Auftakt für die politisch intendierte Verschärfung der Waffengesetze medial in die Wohnzimmer aller Bürger der USA gebracht. Es ist ein politisches Angebot einer ernsten Jugend an die selbstbeschäftigte Erwachsenenwelt.

marcfor our lives

Wir erinnern uns an die vielen Toten an der Columbine High School im April 1999 und die lächerlich wirkenden Strategien der verantwortlichen Nichtstuer, Computerspiele und Marilyn Mansons Musik für die Amokläufe der Schüler verantwortlich zu machen. In 2018 steht die Jugend der Generation-Z auf der Matte, sie lässt ihr Interesse nach Sicherheit nicht mehr mit verblödenden Kampagnen wegreden. Einer Stigmatisierung psychisch Kranker geht man jedenfalls nicht auf den Leim. Die Situation ist Ernst, jeder will morgens aufstehen, seinen täglichen Geschäften nachgehen, ohne die Angst zu spüren, Opfer eines Amoklaufes zu werden. Das ist schon längst kein privates Problem mehr und die Schüler der Highschool in Florida haben enttäuschende Erfahrungen mit der örtlichen Polizei und der Politik im Verlauf des aktuellen Massakers machen müssen. Der weitere politische Verlauf des Rufes der Jugend nach “Change!”, “Save people,not weapons!” und “Stop the Killings!” gerät nun in die traditionelle Mühle zwischen Demokraten und Republikanern unter Präsident Trump. Wenn die Jugendlichen es schaffen, die Senatoren und Politiker zu aktiven Entscheidungen zu zwingen,wäre eine friedlichere Gesellschaft möglich. Ich wünsche das sehr und mutige Menschen wie Emma Gonzalez aus Florida, Popkünstler und die vielen Demonstranten heute in den Strassen von Washington geben zu dieser Hoffnung auch Anlass. You made my day!

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