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Herbstliches

October 18, 2009

Der Oktober geht in seine zweite Hälfte,gülden ist er hier in der Frontstadt nicht im Übergewicht ausgefallen,eher nass kalt und für Raucher eine wahre Verurteilung zur Schweinegrippe. Diese Vegetiererei vor Gebäuden ist unwürdig. Trotzdem versüsse ich Glaxo nicht die Bilanz oder gar die Propandenstatistik. Eine angemessene Bekleidung,ganz im Sinne Sarazins,tut es dann auch. Gibt es eigentlich Handschuhe für Selbstdreher?
13-06-08_0957 Die letzten beiden Jahre standen ja bei mir reisetechnisch unter dem Stern Zyperns. Die Vereinigung der beiden Inselteile schien letztes Frühjahr zum greifen nah,nebenbei konnte ich noch persönliche Angelegenheiten dort regeln. In diesem Jahr hat sich fast die gesamte Redaktion der linken Wochenzeitung jungle-world (die ehemals bessere Hälfte der FDJ-Postille  Junge-Welt) auf dieser Insel eingefunden und eine ganze Zypernausgabe von dort aus produziert. Diese Würdigung der mir insgesamt am angenehmsten erscheinenden Insel im Mittelmeer erfreut mich sehr. Inhaltlich bietet die Zeitung einen aktuellen Überblick der politischen und gesellschaftlichen Lage dieses wohlhabenden Eilandes, ein illustrer Haufen wurde von den Journalisten besucht,interviewt und die informationelle Ausbeute ist ansehnlich..

Das Witz-Wort des Jahres 2009 scheint mir der Querfrontbegriff zu werden. Hier werden ja soviele Inhalte in einen unpassenden Topf geworfen,im günstigsten Fall wird Volksfront mit Querfront verwechselt. In der Masse scheint es aber um die reine Desavouierung von missliebigen Individuen des politisch-publizistischen Raumes zu gehen – die mittelalterliche Hexenjagd ist wieder gross im Kommen. Und wenn ich so beschaue,was für Typen meinen,sich als “Experten ” aus der Linken heraus dazu äussern zu müssen,ist die Betrauerung des intellektuellen Niveaus noch meine mindeste Diagnose. Vor ein paar Jahren meinte ein Kollege aus dem APABIZ,der Begriff würde inflationär verwendet,am Schluss weiss niemand mehr,woher der historische Begriff rührt und was er beschreibt. Er sollte leider Recht damit behalten. Kein Wunder ist,dass heutzutage Menschen sogar aus einem Versehen heraus konservativ werden.

Lustig hingegen empfinde ich den Begriff des Nazi-Hartzlers,der aber noch inhaltlich zu füllen wäre. Bis heute teufelt leider nur eine quasi libertäre Figur “Freiheitsverherrlicher” durch diverse fragwürdige, meist rechtsextreme Internetplattformen. Mal sehen,wo das so enden wird.
Zur Wahl habe ich soweit alles gesagt,ich bin ein Freund des Lagerwahlkampfes,wenn die Veranstaltung sich wieder dahin bewegen sollte,gebe ich mir auch wieder mehr Mühe. Solange der “Neue Mitte Quark” gerührt wird,bin ich relativ desinteressiert. Bei meiner Bank interessiert mich auch weniger,wie die Funktionen dort so besetzt werden, solange meine Kröten dort fachlich gut betreut werden.

Der November naht und ich bin gespannt,welche Banden sich dieses Jahr wieder am Gedenkmarsch zum 09.11. in Moabit einfinden werden. Auf dem Rücken der deportierten und ermordeten Juden kühlen sich ja so einige fragwürdige Grüppchen ihr Mütchen. Für alle,die es noch nicht wissen sollten: Israel ist der einzige Zufluchtsort,wer diese Nationalfahne als Provo empfindet,sollte lieber bei anderen Kameraden Anschluss suchen.

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