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Rock ‘N’ Roll

December 15, 2008

foe14Ich mag es musikalisch gelegentlich laut und wenn sich damit nachträglich ein Jubiläumstag verbinden lässt, fahr ich auch gerne an einem Sonntag  nach Hamburg in die Docks, dort haben Sick of it all (SOIA) ihr Album “Death To Tyrants” aus 2006 (Hörprobe) an der Waterkant mit befeiert (nicht ohne die alten Hits auszulassen) und ich war froh, die Band der Koller-Brüder mit ihrer 22 jährigen History wieder zu sehen. In den Docks organisierten die Leute von MAD den Abschluss der Persistance Tour  mit SOIA. In Berlin scheint HC keine ausreichende Basis für eine solche Tour mehr zu bieten.

Ich schätzte die Hardcore Musik aus New York City von Anfang an sehr, die Bands dort brachten ein geradezu messianisch wirkendes Spektrum an musikalischen Überzeugungstätern hervor – die no-future Attitüde der Punks war auf Dauer keine lebenswerte Attraktion, die Metalheadszene war zu beschränkt und angepasst. Das Beste aus beiden Musikrichtungen wurde im HC zusammengetragen.

Viele Bands im NYHC waren sehr bemüht, dem überwiegend jugendlichen Publikum in der Metropole an der Ostküste eine ethische Orientierung zu bieten, die über saufen, kiffen und kraftprotzen hinausging. Es wurden vegetarisches Essen, Krishna und straight-edge propagiert.  Sick of it all haben in dieser Szenerie seit der zweiten Hälfte der Achtziger mitgemischt – nie so verbissen, wie viele der Überzeugungstäter und Weltbeglücker, aber immer mit einer philanthropischen, politischen Botschaft gegen soziale Ausgrenzung und Ungerechtigkeit- und vor allen Dingen waren ihre Parties nie langweilig.

Im Berlin der Nachwendezeit haben SOIA ein Konzert in der Alten-TU-Mensa hingelegt, das für mich den Begriff der Wiedervereinigung auf eine völlig neuartige, kulturelle Stufe des Rock ‘N’ Roll hob: Um die Bühne herum tanzte in einer maximal vollgestopften Location ein Moshpit von tausenden Leuten aus Thüringen bis Stralsund, viele waren das erste Mal bei einem SOIA-Konzert –  sie feierten die Band mit ganzem Herzen ab. So eine Stimmung war im CBGB nicht denkbar, auch später habe ich das nur noch bei neueren Bands gelegentlich im SO-36 in einem kleineren Rahmen erlebt – z.B. mit den RYKERS aus Kassel oder bei den Leuten der christlich erleuchteten Band EARTH-CRISIS, die mir mit ihrem Puritanismus mächtig auf den Keks gegangen ist, aber ihr Sound war phänomenal.   By the way, mir fehlt die Homepage von Punker-Micha aus Berlin sehr, er war immer mein zuverlässiges Gedächtnis, was Konzerte in Berlin anbetrifft – weiss hier jemand, was mit ihm genau los ist, seine HP iss seit einiger Zeit offline ???? —> und ich schmeiss die Jahreszahlen und Bands hoffnungslos durcheinander.

Einen schönen Wochenstart Euch allen da draussen😉

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