Rostock vor 16 Jahren
Die Wendezeit war nicht nur spannend sondern auch ziemlich beängstigend.
1990 hatte ich erstmals am Alexanderplatz das zweifelhafte spontane Vergnügen,mich gegen einen tobenden Nazimob verteidigen zu dürfen – der Alex sollte wohl von Lichtenberg aus zur National Befreiten Zone ausgeweitet werden,aber das wurde dann doch nichts. Es hat aber einige Zeit der konzertierten Aktion benötigt. In Annaberg-Buchholz,Anklamm und Rostock das gleiche scheiss Bild dummdeutscher Boneheadz. Der Dicke feierte sich in Bonn in seiner Wiedervereinigung, derweil wurden Migranten,Flüchtlinge – überhaupt alles “Undeutsche” – auf den Strassen in der Ostzone weggemacht und teilweise läuft das bis heute so weiter.
Meine Referenzen zur Wendezeit sind mehr als widersprüchlich aufgereiht.
Eine Woche lang, vom 22. bis zum 26. August 1992, griffen mehrere hundert junge Rechtsradikale die Flüchtlingsunterkunft und ein von vietnamesischen VertragsarbeiterInnen bewohntes Haus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Unterstützt wurde der Mob von über tausend ganz normalen Deutschen, die Polizei griff kaum ein.
The truth lies in Rostock – 81 Min. – 08.09.2007






